Aktuelles
Zeitzeugengespräch
am Donnerstag, 24. Mai 2012, 19 Uhr:
Evelyn Löwenberg – ein jüdisches Kind im nationalsozialistischen Görlitz
Acht Jahre war Evelyn Löwenberg alt, als sie 1937 mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder aus Görlitz floh. Die Familie emigrierte in die USA. Jetzt kehrt Evelyn Lowen Apte für einen Besuch zurück. Gemeinsam mit Aubrey Pomerance, dem Leiter des Archivs am Jüdischen Museum in Berlin, berichtet sie von ihrer Kindheit in einer zunehmend antisemitisch geprägten Umwelt und zeigt Fotos aus dem Leben einer gutbürgerlichen jüdischen Familie im Görlitz des frühen 20. Jahrhunderts.
Vortrag und Gespräch in der Görlitzer Synagoge, Otto-Müller-Str. 3
Führungen in der Synagoge
Die Görlitzer Synagoge steht ab 1. April 2012 wieder zur Besichtigung offen.
Nach der Winterpause setzt der Förderkreis Görlitzer Synagoge seine Tradition fort, jeden Sonntag von 11.00 bis 13.00 Uhr Führungen in dem 1911 geweihten Sakralbaus anzubieten.
Da die Stadt Görlitz als Eigentümerin Bauarbeiten in der Synagoge geplant hat, sind die Sonntagsführungen in diesem Jahr nur bis auf Weiteres und eventuell mit Einschränkungen möglich. So soll im April 2012 ein zweiteiliges Musterfenster als erstes von insgesamt zehn Doppelfenstern im Kuppelsaal eingebaut werden. Weitere Fenster auf der Frauenempore und in den Treppenhäusern werden im Zeitraum von August bis Oktober folgen, erfuhr der Förderkreis aus dem Rathaus. Der Verein wird rechtzeitig informieren, sobald sich Änderungen für die Öffnung am Sonntag ergeben sollten.
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Auszeichnung für langjähriges Engagement

Klaus Wilmes nahm aus den Händen von Oberbürgermeister Joachim Paulick den Meridian des Ehrenamtes entgegen. Foto: Anett Böttger
Für seine engagierte Arbeit im Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. ist Klaus Wilmes am 13. Dezember 2011 mit dem Meridian des Ehrenamts der Stadt Görlitz ausgezeichnet worden. Der pensionierte Lehrer gehört dem Verein seit 2004 als Gründungsmitglied an und war über Jahre auch Mitglied im Vereinsvorstand. In seinen Händen liegt die Organisation der Führungen in der Synagoge, um ein fast vergessenes Stück Stadt- und Landesgeschichte wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Der Görlitzer Bürgerpreis wurde in diesem Jahr zum 13. Mal an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise und ehrenamtlich in das gesellschaftliche Leben einbringen.
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Präsidiumssitzung in Görlitz

Die Präsidiumsmitglieder in der Görlitzer Synagoge, u.a. die Gemeindevorsitzenden Küf Kaufmann (Leipzig, 4.v.l.), Dr. Nora Goldenbogen (Dresden, 5.v.l) und Dr. Ruth Röcher (Chemnitz, 4.v.r.) sowie der Geschäftsführer des Landesverbandes, Heinz-Joachim Aris (5.v.r.). Der Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Markus Bauer (3.v.r.), begleitete die Gäste bei der Führung. Foto: Anett Böttger
Das Präsidium des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden tagte am 8. Dezember 2011 in Görlitz. Die Gäste aus Chemnitz, Leipzig und Dresden versammelten sich zu ihrer turnusmäßigen Sitzung im Schlesischen Museum, um sich vor allem über Aktivitäten, Pläne und Ziele des Förderkreises informieren zu lassen. Das oberste Gremium des Landesverbandes war mit jeweils drei Vertretern aus den drei Gemeinden vollzählig zu Besuch in Görlitz. Außerdem besichtigten die Präsidiumsmitglieder die Görlitzer Synagoge, die meisten von ihnen zum ersten Mal.
